Wanderung auf Spuren Wilhelm August Bredts und seiner Familie

Sonntag, 2. August 2020

14.00 Uhr, Bushaltestelle Parkstraße, Am Knöchel

Erinnerungen an Villa Braus, den Jägerhof und Haus Koritzius

Wanderung auf Spuren Wilhelm August Bredts und seiner Familie

Route: Villa Braus, alter Ronsdorfer Wasserturm, Friedrichshöhe, ehemalige Standorte Jägerhof, Haus Koritzius, Bergbahnhof Toelleturm, Bredthöhe

Anmeldung bitte bis 30. Juli 2020 an: Telefon 0202 557927, E-Mail: info@barmer-anlagen.de

Barmer Verschönerungsverein in Kooperation Hochbarmen, Ronsdorfer Heimat- und Bürgerverein

Bredthöhe

Wilhelm August Bredt war einer der Männer der ersten Stunde im Barmer Verschönerungsverein

Oberbürgermeister Wilh. Aug. Bredt

Der erste Barmer Oberbürgermeister Wilhelm August Bredt lebte von 1817 bis 1895 und amtierte von 1855 (als Bürgermeister) und 1857 (als Oberbürgermeister) bis 1879. Mit dieser „Bredthöhe“ erinnert der Barmer Verschönerungsverein an sein Ehrenvorstandsmitglied, denn seit Gründung waren die Oberbürgermeister „geborene“ Vorstände.

Zu den Männern im Bergischen Land, die sich zu wichtigen Zielen bekannten, mit eigenen Kräften Neues zu schaffen, Vorhandenes fortzusetzen und zu verbessern, aber auch trotz starkem Tatendrang das Führen von Menschen nicht vergaßen, wird Geheimrat Bredt gezählt. Wilhelm August   Bredt entstammte einer schon seit Jahrhunderten in Barmen ansässigen Familie, die ihren Namen von dem Hof „in der Bredde“ herleitet. Mutter Johanne Charlotte war eine geborene Rübel, ein hierzulande wohlklingender Name mit Wohnsitz auf dem Gebiet des einstigen Dörner Hofes. Unter- und Oberdörnen sind Straßennamen, die noch an vergangene Zeiten erinnern.

Unter Bredts Regie entwickelte sich Barmen von einer Land- zur Fabrikstadt; die Frühindustrialisierung stand in voller Blüte und die Bevölkerungszahl explodierte. 1855 hatte Barmen 41.000 Einwohner, 1879 schon 95.000. In Bauwerken drückte sich der Fortschritt aus: neues Rathaus (1873-76), Stadttheater (1874), Johannis- und Wichlinghauser Kirche (1866), Immanuelskirche (1867), Friedenskirche (1869). Die vereinigte „Latein- und Realschule“ erhielt 1861 ein neues Gebäude am Bahnhof; Gymnasial- und Realschulunterricht wurden getrennt und die Wupperfelder Realschule 1875 errichtet. Die Handwerker- bzw. Gewerbeschule öffnete 1863. Volksschulen widmete der Oberbürgermeister seine besondere Fürsorge. Er formte das ganze Schulwesen mit. Einfluss hatte Bredt auch auf die verkehrliche Entwicklungen, von der Eisenbahn bis zur Pferdestraßenbahn. Arbeiterschutz, Armenhilfe, Landschaftsschutz (Gründung des Barmer Verschönerungsvereins), Musik (Konzertgesellschaft), Kunst (Kunstverein) und Wissenschaft (Verein) waren weitere Aufgabenfelder. 1866 arbeitete der OB beim Kampf gegen die Cholera-Epidemie mit. Der Krieg von 1870/71 sah Bredt mit an der Front.

Für sein Wirken im Interesse Barmens erhielt August Bredt Anerkennung von Bürgerschaft, Regierung und König. Die Ernennung zum Geheimen Regierungsrat war das Zeichen. Als die zweite, zwölfjährige Amtsperiode ablief, entschloss sich Bredt zum Eintritt in den Ruhestand am 30. September 1879. Er erhielt die Ehrenbürgerwürde und zog nach Honnef am Rhein um, wo er am 23. März 1895 starb. Zuvor hatte er jedoch noch Ämter im Siebengebirgsverein und Honnefer Verschönerungsverein übernommen, gründete eine Lungenheilanstalt und wurde gar „Vater des Siebengebirges“ genannt. Seine letzte Ruhe hat er auf dem Unterbarmer Friedhof gefunden.

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