Veranstaltungen

20. Juni 2020, 15.00 Uhr: Führung durch Velbert-Langenberg

Mit Dipl.-Ing. Architekt Hans Colsman: „ In Langenberg hört man die Erdachse knarren“.

Der kleine Ort zählte Anfang des 20. Jahrhunderts zu den „Weltplätzen der Industrie“. Vor allem durch die Seidenweberei in Heimarbeit entwickelte sich Langenberg zu einem der wohlhabensten Orte in Preußen. Die Unternehmervillen und ihre Gärten aus mehreren Generationen sind bis heute ortsbildprägend, ebenso die kulturellen, sozialen und kirchlichen Gebäude aus dieser Blütezeit.
Bei der Führung durch den Ortskern wird die Entwicklung Langenbergs mit Schwerpunkt auf dem 19. Jahrhundert erläutert, und einige der Villen vorgestellt (u. a. Colsman-Bredt). Die vielfältigen Bezüge zum Wuppertal werden besonders angesprochen. Anschließend besteht die Möglichkeit zu einem Zusammensein z. B. in der Villa Au, (bei schönem Wetter Biergarten).

Treffpunkt: Bahnhof Velbert-Langenberg (Erreichbar mit der S9 vom Wuppertaler Hauptbahnhof)

Empfang am 23. März 2020, 10.00 Uhr

Zum 125. Todestag von Wilhelm August Bredt (1817 – 1895) – erster Barmer Oberbürgermeister

Der aus der alten Familie Bredt stammende Wilhelm August wurde mit 40 Jahren erster Oberbürgermeister der Stadt Barmen und hatte diese Stellung für 22 Jahre inne. Der studierte Jurist hatte die Aufgabe politisch auf die gesellschaftlichen Entwicklungen der Industrialisierung zu reagieren, u.a die Verdopplung der Einwohnerzahlen der Stadt Er tat dies etwa durch sein Wirken im Aufbau neuer Schulen. Aufgrund des 125. Todestages Bredts wird es im Rathaus Wuppertal einen Empfang geben.

Ort: Wuppertaler Rathaus, Johannes-Rau-Platz 1, 42275 Wuppertal

Vortrag am 29. November 2019, 15.00 Uhr

Tanja Heil: Innovationen aus Wuppertal

Die Elberfelder Armenpflege wurde bis nach Japan und in den USA übernommen, über die Barmer Flechtmaschine staunten die Ingenieure in ganz Europa. Ein Barmer Kaufmann erfand den Beruf der Stenotypistin und ein Elberfelder Wissenschaftler forschte mit viel Ausdauer am ersten Antibiotikum und rettete dadurch Tausenden von Menschen das Leben. Viele wichtige Erfindungen und Innovationen stammen aus Wuppertal – getragen durch den kreativen und zupackenden Geist, der in Wuppertal herrschte und bis heute herrscht. Die Journalistin Tanja Heil hat zusammengetragen, was zu den wichtigen Erfindungen im Tal führte, welche Eigenschaften und Zusammenhänge erfolgreiche Unternehmen ermöglichten.

Ort: Sparkasse Barmen, Rolingswerth 2, Wuppertal

12. Oktober 2019: Führung durch Barmen und die Concordia

Die Johann Victor Bredt Gesellschaft ludt am 12. Oktober um 15.00 Uhr zur Führung auf den Spuren der Barmer Familie Bredt ein, die den ersten Barmer Oberbürgermeister Wilhelm August Bredt und späteren Justizministers Johann Victor Bredt stellte. Der Vorsitzende Bernhard Lamprecht führte kenntnisreich durch die Welt des Barmer Großbürgertums im 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Den passenden Abschluss bildet ein Besuch in der Gesellschaft Concordia, der diese Schwerpunktführung galt. Sie stellt die Bedeutung der Concordia im Leben der Familie Bredt und der Barmer Gesellschaft im 19. und frühen 20. Jahrhundert dar. 

Text: Heiko Schnickmann/Bernhard Lamprecht

Fotos: Burkhard Bücher

9. März 2019: Altes Grab in neuem Glanz

Am 9. März 2019 wurde das erneuerte Ehrengrab des Barmer Juristen, Reichsjustizministers und Wuppertaler Ehrenbürgers Johann Viktor Bredt auf dem Friedhof Hugostraße feierlich der Öffentlichkeit präsentiert.

Auf dem Bild zusehen sind: Der Barmer Bezirksbürgermeister Hermann Lücke, der Historiker Prof. Dr. Klaus Goebel, die Historikerin Elke Brychta, Mitglieder der Familie Bredt, der Verleger Thomas Helbig, der Soziologe und Gründer der Johann-Victor-Bredt-Gesellschaft und Bernhard Lamprecht, der Historiker Heiko Schnickmann und der Geschäftsführer des evangelischen Friedhofsverbands Ingo Schellenberg.

Der Bergische Geschichtsverein hat eine Route auf den Spuren von Johann Viktor Bredt herausgegeben, die in der Edition Köndgen erschienen ist. Der Flyer ist umsonst beim BGV, der Seniorenresidenz am Laurentiusplatz und bei der Edition Köndgen erhältlich.

Hier geht es zu einem Artikel zur Vorstellung der Route auf den Seiten der Edition Koendgen.

Text: Heiko Schnickmann

Foto: Bernhard Bücher

7. März 2019: Auf den Spuren von Johann Victor Bredt

Am 7. März wurde die erste Route der neuen Reihe „Biografisches im Bergischen“ in der Rotunde des ehemaligen Barmer Bankvereins (heute Commerzbank) vorgestellt. Die in Zusammenarbeit mit dem Bergischen Geschichtsverein (BGV) und anderen Akteuren entstandene Route hält die Erinnerung an Vergangenes wach, damit wir die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten können. 

Das Jahr 2018: Wie alles begann!

Hier finden Sie einen Bericht aus der Westdeutschen Zeitung zum Projektbeginn um Johann Victor Bredt.

Zum Artikel | Hier klicken

Auch Radio Wuppertal hat über das Projekt berichtet.

Dazu passend zwei Beiträge auf den Seiten des Kirchenkreises Wuppertal:

Link zur Seite des Kirchenkreises | Hier klicken

Die Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Sozial-, Familien- und Kirchengeschichte, Pädagogik, Soziologie, Politologie, Theologie, Rechtswissenschaften, Journalistik und Bestattungswesen/Thanatologie
beschäftigen sich mit einzelnen Teilgebieten, um ein Gesamtbild des Barmers Johann Viktor Bredt (1879 bis 1940) zu erhalten, der in der Stadtgeschichte Wuppertal bisher wenig Beachtung findet. Das soll sich
ändern und gleichzeitig zum geschichtlichen Stadtbewusstsein beitragen. Neben einer biografischen Darstellung, die in einer kurzen Lebensskizze weiteren Teilaspekten des Gesamtprojekts als Grundlage dient, ließen sich im Herbst 2018 erste Ergebnisse dokumentieren.

Die Arbeitsgruppe „Ehrengrab“ hat erreichen können, dass das städtische Ehrengrab, das 1969 auf dem Wuppertaler Friedhof Hugostraße angelegt wurde, erneuert und für interessierte Besucher wieder erkennbar wird. Hierzu wurde zum 140. Geburtstag im März 2019 die neugestaltete Ehrengrabstätte der Stadt Wuppertal der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Arbeitsgruppe „Öffentlichkeitsarbeit“ wird nun zu historischen Orten in Wuppertal-Barmen einen Flyer herausgeben, um zu dokumentieren, wo die Lebens- und Sozialisationsorte des späteren Reichstagsabgeordneten
und Reichsjustizministers waren.

Text: Bernhard Lamprecht